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168 Pfund in 12 Stunden!

oder: „Geh’ niemals ohne den Glückbringer deiner Tochter fischen!“
Ein Bericht von Markus "Sir Plu" Pludra

Der Glücksbringer

platzDer Glücksbringer im Einsatz...

Plu Fisch1

platzIch konnte es kaum glauben: 33 Pfund

Es kam noch besser: 35 Pfund!!!

platzAnglerherz, was willst du mehr?

Ein schlanker 27er Schuppi!

platzEin schlanker Schuppi von 27 Pfund

Chris mit 34er Schuppi "K1"

platz"K1" - Der Kämpfer-Schuppi

Der Fisch passte kaum auf die Matte!

platzDer Fisch passte kaum auf die Matte

Der krönende Abschluss: 39 Pfund!

platzKrönender Abschluss: 39 Pfund!
Am 25.8.06 entschlossen mein Kumpel Christian und meine Wenigkeit (wenn man bei 120kg von Wenigkeit sprechen kann) uns spontan an einem wunderschönen See im Rheinland den nächsten Kurzangriff zu starten.

Gesagt, getan - also nach der Maloche schnell nach Hause, das Tackle ab ins Auto und los geht’s. Stop ! Meine Tochter Lisa (vier Jahre alt) meinte ich solle doch ihr Playmobil Püppchen mitnehmen als Glücksbringer.
Da mir dieser schon oft schöne Fische gebracht hatte nahm ich ihn natürlich gerne mit. Zumal ich ihn bei den letzten zwei Sessions an diesem See nicht mit hatte und auch keinen Fisch fing!
Noch einen Motivations- Knutsch von meiner Holden - jetzt konnte ja wirklich nichts mehr schief gehen.

"Heute geht auf jeden Fall was"
Um 17.30 Uhr begrüßte ich Chris am See. Obwohl wir nur ein paar Stunden Zeit hatten, waren wir beide heiß ohne Ende und machten uns gegenseitig Mut, dass heute auf jeden Fall was geht.

Nachdem wir alles aufgebaut hatten, musste Chris zum Training. Also nahm ich mein Futterboot mit Echo um meine Ruten in aller Ruhe rauszufahren. Als alles perfekt abgelegt war und ich noch ein bisschen über den See gefahren war, stand auch Chris wieder neben mir und wir machten uns an die Arbeit auch seine Latten rauszufahren! Um 21.00 Uhr war alles Parat.

So, jetzt mussten nur noch die Muffmolche beißen. Ungefähr gegen 22.00 hatte Chris eine kurze Aktion an einer seiner Ruten: Ein kleiner Wels.
Als dieser wieder in seinem Element war und wir die Falle neu ausgelegt hatten, lief um 22.40 Uhr meine rechte Rute ab! Mein Herz klopfte bis in den Hals, die Rute hoch...“Scheiße, hängt im Kraut!“ meinte ich zu Chris.
Doch plötzlich wieder Aktion, jetzt nur keine Fehler machen. Irgendwann war der Fisch im Kescher. Ich konnte mein Glück kaum glauben: Da lag er nun vor mir, ein wunderschöner Schuppi von 33Pfund!

Chris und ich klatschten uns ab und die Freude war bei uns beiden riesengroß.
Ein Paar Pics und ab in die Freiheit - Mach’s gut mein Freund, bis zum nächsten Mal! Die Latte wurde neu ausgelegt.

Anglerherz, was willst Du mehr?
Wir hatten uns gerade wieder hingesetzt und die erste SMS ins Flachland versand, da ging bei mir schon wieder die Hupe, diesmal die linke Rute - Das gibt’s doch gar nicht: Hänger!
Ich lief mit der Rute soweit ich konnte nach links den See runter, hatte die Hoffnung schon aufgegeben...Da, plötzlich wieder kräftige Schläge in meiner Rute.
Der Fisch kämpfte mit aller Kraft, aber letzten Endes konnte ich ihn über den Kescher ziehen. Lampe an und da lag die nächste Kanone: Wieder ein Schuppmann, diesmal mit 35 Pfund!

Anglerherz, was willst du mehr? Schnell ein Paar Fotos und schon zog der Fisch wieder seine Bahnen im See!

Nun war Chris an der Reihe...
Puh, das mussten wir erst mal sacken lassen also jeder ab in sein Bivy. Aber kaum lag ich auf meiner Liege ging nun auch bei Chris die Rute ab, muss so circa 1.00 Uhr gewesen sein. Auch diesen Fisch konnten wir nach kurzem Fight landen: Ein schöner schlanker Schuppi mit 27 Pfund.

Ich freute mich sehr, dass auch Chris einen Fisch gefangen hatte und meinte noch so zum Spaß: „Na, habe ja vorgelegt, hängt dich mal rein!“ Also Rute wieder raus und ab in die Pofe.

Aber kaum hatte ich zwei Stunden gepennt, ging bei Chris schon wieder die Hupe und der Fisch verlangte Chris und auch seiner Rute alles ab. Was für ein Fighter! Ich habe noch nie so einen Kämpfer erlebt.
Als der Fisch selbst im Kescher und auch auf der Abhakmatte kaum zu bändigen war, beschlossen wir den 34er Schuppi „K1“ zu taufen - in Anlehnung an die K1 Kampfsportler.

Völlig übermüdet fielen wir in unsere Liegen. Schlafen war nach diesen Ereignissen schwer aber irgendwann war ich nur noch platt und versank ins Land der Träume!
Als mich um 6.00 Uhr Chris mit lautem Rufen wieder weckte, taumelte ich völlig benommen aus meinem Zelt als hätte ich ne Flasche Korn intus. Kaum konnte ich aus meinen Traumglotzkugeln gucken, sah ich dass Chris schon wieder am Drillen war.
„Unglaublich!“ dachte ich und Chris setzte dem ganzen Angeltrip noch die Krone mit einem - was soll ich sagen - 39 Pfund schweren Schuppenkarpfen auf!

Bilanz: "Was für eine Nacht!"
Unfassbar, was für eine Nacht. Petrus der alte Angler hatte es mit uns sehr gut gemeint. Diese Momente machen unser Hobby glaube ich aus. Da sitzt man mehrere Wochen am See ohne eine Aktion und dann so eine Nacht und man ist einfach nur noch dankbar, hat Pippi in den Augen, reicht seinem Freund die Hand, sagt „Danke, für die schöne Zeit!“, fährt nach Hause und weiß, so eine Nacht mit vier Fischen über 30 Pfund wird man die nächsten zehn Jahre wohl nicht mehr erleben!

Aber hält uns das davon ab wieder Woche für Woche ans Wasser zu fahren? Nein, warum auch? Man sollte jede Minute die man am Wasser verbringen kann genießen, man weiß nie ob es nicht die letzte ist!

In diesem Sinne:

Gönnt euren Angelkollegen schöne Fische, dann werdet ihr sie auch selber Fangen!

Always tight Lines Plu + Chris


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