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"Das kann kein Großer sein..."

Ein Erlebnis-Bericht von Tobi Wichmann
(Alle Bilder im Bericht können durch Anklicken vergrößert werden!)

Nachdem meine Kollegen und ich schon einige gute Nächte hinter uns hatten, beschlossen wir - so lange das Glück noch auf unserer Seite ist - noch einen Angriff zu starten.

Wir haben uns für einen schönen Altarm entschieden, von dem ich total überzeugt bin und am liebsten immer dort angeln gehen könnte aber ich kann meine „Friends“ nicht immer für dieses Gewässer überzeugen aber diesmal hat es halt dann doch geklappt.
Nachdem wir uns genaue Gedanken über neue Baits gemacht hatten beschlossen Ole und ich fünf Tage vorher anfüttern zu gehen. Wir haben uns für einen mit Seerosen bewachsenen Spot entschieden, der teilweise schöne harte Stellen und überhängende Büsche aufweist.

Am 17. Juli 2006 beschlossen wir mit dem Füttern anzufangen - aber nicht zu viel, weil sonst die Krabben alles verspeisen würden.
Wir vereinbarten uns am Angeltag am Wasser zu treffen da ich vorher noch arbeiten musste. Zwei Stunden bevor ich frei hatte meldete sich Ole, dass er keine Zeit hat an diesen Wochenende. Na toll, das war es wohl mit dem Glück - Man soll den Mund ja bloß nicht zu voll nehmen.

Aber na ja, was soll`s - muss ich halt alleine los dachte ich mir und setzte mich ans Wasser. Es war alles perfekt, bloß die fünf Tage 35 Grad machten mir Sorgen denn die Stelle die ich befischen wollte war nur ½ bis 1½ Meter tief.

An meinem Spot angekommen war das passiert, was ich befürchtet hatte: Einige Karpfen waren an der Oberfläche, sonnten sich und schnappten nach Luft.
Aber es war mir egal und ich beschloss trotzdem aufzubauen. Nachdem ich nun fertig war, machte ich mich ans Lead Core, das ich zum ersten Mal benutzen wollte.

Nr. 1 - 20 Pfund!

platzNr. 1 - 20 Pfund!

Der nächste hatte 22 Pfund...

platzDer nächste hatte 22 Pfund...

Ein 23er Schuppi

platzEin 23er Schuppi

Ole fing sofort...

platzOle fing sofort...

...eine schöne Serie!

platz...von vier Fischen!
Schneller Biß, trotz Hitze
Ich montierte aber nur eine Rute damit, weil nur diese zwischen zwei Seerosenfeldern liegen sollte. Als ich fertig war mit montieren, auslegen und füttern dauerte es nur 10 Minuten bis auch schon der erste Piep sich meldete. Ein paar Minuten darauf folgte der Run so wie man ihn kennt! Leider verlor ich diesen Fisch, da er sofort ins Seerosenfeld zog und mein Lead Core nicht richtig montiert war. Zum Glück kam mein Kollege Lutz Leuning später noch vorbei und zeigte mir wie man das Lead Core richtig montiert (Danke noch mal!). Ich legte die Rute sofort wieder an den Spot, als gerade meine mittlere Rute abpfiff und ich einen schönen 20er Spiegler mit meinem Kescher landen konnte.

Die Freude war riesig bei mir, weil ich dachte bei dieser Hitze würde gar nichts laufen und nun 2 Runs in ner halben Stunde. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und so tat sich den ganzen Abend und die ganze Nacht nichts mehr, obwohl sehr viel Aktivität im Wasser war wollten sie nicht fressen, zumindest meine Baits nicht.
Als ich so gegen 5:30 Uhr doch noch durch ein lautes PIEEEPEN meines Bissanzeigers geweckt wurde, konnte ich einen schönen 22er Spiegler landen und hatte ein riesiges Grinsen in mein Gesicht geschrieben.

Ole kommt doch noch
In den darauf vollgenden Stunden tat sich nichts mehr, da die Temperatur Spitzenwerte erreicht hatte - geschätzte 40 Grad würde ich mal sagen und die Carps fühlten es auch denn es waren eine Menge an der Oberfläche, so dass ich gar nicht auf einen Run hoffen brauchte. Also versuchte ich etwas zu lesen, als plötzlich Ole anruft und doch noch Zeit hat vorbei zu kommen, um doch noch ne Nacht mit mir zu fischen. Nachdem ich gerade das Händy zuklappen wollte, pfiff meine linke Rute ab und hörte auch gar nicht mehr auf, als der Fisch Schnur von der Rolle nahm, dachte ich nur „MAMA, was ist das denn ?“ und ging in die Offensive - 10 Minuten später landete ich einen sehr sehr langen Schuppi von stolzen 23 Pfund.
Darauf musste ich erst mal nen warmes Bier trinken. So langsam trudelte dann auch mal Ole ein. Ich half ihm schnell beim Aufbauen, als plötzlich schon seine erste Rute abpfiff und er auch nen schönen Fisch landen konnte. Er fing in der darauf folgenden Nacht und am Morgen noch vier weitere Fische!



Schöne Serie von Ole
platz...eine schöne Serie...

 

Der Hammer dachte ich nur, denn im Gegensatz zu ihm konnte ich in der Nacht nicht einen Fisch landen, sondern ruhig bis zum Morgengrauen schlafen, bis ich durch ein Piep, Piep, Pieeeep geweckt wurde und zwei Minuten später ein kleines Leckermäulchen von geschatzten 8 Pfund landen konnte.

Große Fische und angebranntes Gyros
Ich legte die Rute wieder aus und beschloss auch die anderen noch mal neu zu bestücken. Nach dem Auslegen legte ich mich noch mal aufs Ohr, denn es war gerade mal am Dämmern und Arschkalt!

Als Ich so gegen 7 Uhr von der Sonne geweckt wurde entschied ich mal rüber zu Ole zu gehen um mir Gyros zu machen, weil ich Mega-Hunger hatte. Ole beschloss nach meinem Generve auch aufzustehen um auch was zu essen. Wir hatten gerade den Kocher angeschmissen und das Gyros in die Pfanne geworfen, als plötzlich „Piep“ von meiner mittleren Rute ertönte.
Ich drehte mich um, schaute zu meiner Rute, sah dass der Swinger etwas nach unten fiel und war am Grübeln ob es Krabben oder Karpfen sind die an meinem Spot ihr Unwesen treiben. 5 Minuten später – Fallbiss!
Ich rannte zur Rute, fing an zu rollen und setzte nen kleinen Anhieb um sicher zu stellen, dass der Fisch auch gehakt ist. Er zog sofort zum Seerosenfeld, aber ich konnte ihn mit Leichtigkeit daran hindern und dachte daher schon zu wissen, dass es nichts großes war - aber nichts davon!

Als ich versuchte den Fisch in den Kescher zu ziehen zog er mit Leichtigkeit etwa 20 Meter Schnur von der Rolle und dieses Spiel ging etwa 6-7 mal und nun spürte man die Power und die Kraft des Fisches. Nur wusste ich noch immer nicht was es war, denn er hatte sich nicht einmal an der Oberfläche sehen lassen während des Drills. Als Ole und ich nun durch Glück und etwas Zauberei ihn im Kescher hatten konnten wir es gar nicht glauben: Es war ein 32 Pfund schwerer und stolze 105 cm langer Graskarpfen!

Wichmann 32er Graser

Da hat es sich doch gelohnt eine Nacht allein in Kauf zu nehmen und eine zweite ohne Fisch, wenn man dann mit so einem Fang belohnt wird. Nachdem der Fisch versorgt war, genossen wir leckeres angebranntes Gyros zum Frühstück !

Mfg, Tobi



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