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Zu Besuch am Weeger

Köln (für Markus) wir kommen, oder besser „Das Perfekte Hummersteak“ !!!
Ein Bericht von Harald "Hase" Zitterich

Am Freitag den 29 September sollte es losgehen, eine 3 Tage Session war geplant und zwar bei unserem Kollegen Markus (Plu) Pludra vom Team Carpcatcher Langenfeld aus Düsseldorf. Genauer gesagt ging es nach Langenfeld / Leichlingen an den Weeger, einem ca. 18 ha großem Privatgewässer.

Ernst und ich waren um 11 Uhr verabredet um den Tacklebomber zu beladen damit wir dann wie geplant, pünktlich um 12 Uhr losfahren konnten. Das gesamte Tackle fand sehr schnell seinen Platz im Wagen, so dass noch Zeit für eine beruhigende Tasse Tee blieb.
Sehr pünktlich um 11.35 ging es dann ab, wir konnten es beide nicht erwarten loszukommen. Küsschen für die Holde, ab zur Tankstelle und ab auf die endlosen 280 km. Die Fahrt verlief ohne Probleme, so dass wir gegen 14.30 die Abfahrt Langenfeld erreichten. Geplant war das Markus uns jetzt abholt. Da er aber noch bis 15 Uhr arbeiten musste und wir noch Zeit hatten machten wir uns auf die Suche um ihn zu überraschen.

Wir suchten und suchten, so wurde es 14.55 Uhr als Markus anrief und fragte wo wir wären. „Kurz vor so einem einspurigen Tunnel in Richtung Langenfeld“ war meine Antwort. „Umdrehen und dann immer geradeaus, ich stehe an der Straße, Ihr seid ganz in der Nähe“, sagte Markus. Sehr gut, Rückwärtsgang rein und auf geht’s. Doch ein komische Geräusch unterbrach die Stille!
Ein Rollerfahrer stand direkt hinter mir. Nichts passiert nur ein sehr kleiner Schaden: Versicherungssache! Wir wir hatten einen anderen Auftrag und konnten uns mit so etwas nicht aufhalten. Nach 10 Minuten waren wir bei Markus angekommen. Nach einem kurzen Smalltalk und einem Kaffee ging es direkt ans Wasser.

Der Weeger

platz18ha-Schmuckstück mitten im Wald, wir waren sofort verliebt !

Der Weeger

platz...fertig angelegte Angelplätze vom Feinsten !

Der Weeger

platzAm Abend schien die Sonne auf den Sand am anderen Ufer...
"Hummersteak" zum Abendessen
Nach nur kurzer Fahrt erreichten wir das Gewässer. Pforte auf, Auto rein, Pforte zu und gut war. Durch einen kleinen Wald ging es zum See. Und da lag er nun vor uns - der Weeger. Ernst und ich waren beide schwer beeindruckt vom See und der Umgebung. Sozusagen ein herrliches Fleckchen Erde. Sauber, sehr schönes Wasser vom Wald umgeben, Geil.

Kurze Location, wobei sich hier schon die ersten Fische durch springen und buckeln bemerkbar machten, Plätze ausgelost und dann wurden in aller Ruhe die Camps aufgebaut.

Gegen Abend stand alles zu unserer Zufriedenheit und ein kühles Nass wurde gereicht. Dazu gab es – Achtung: Lummersteaks (bitte nicht mit Hummersteaks verwechseln) und Rinderfilet, eingelegt in würziger Marinade vom Grill mit Knoblauchsoße und italienischen Nudelsalat. Nebenher wurde französisches Stockbrot angeboten.

Tja, da staunt Ihr Dosensuppenesser zwinkersmiley

Einige kühle Getränke wurden noch getrunken und viel geredet. Doch der lange Tag forderte seinen Tribut, so dass dieser Abend sehr schnell auf der Liege endete.
Ich schlief unterm Schirm, da gutes Wetter gemeldet war, als in der Ferne ein Gewitter heranzog. Donnergrollen, Blitze und leichter Regen zogen über den See.
Eine traumhafte Kulisse bot sich mir unter freiem Himmel, so dass ich mit diesen Eindrücken gemütlich eingeschlafen bin.



Auf der Suche nach der Dampflok
Am anderen Morgen sind Ernst und ich zur gleichen Zeit wachgeworden. Wir unterhielten uns gerade als Ernst sein Carp Sounder meldete, dass was nicht in Ordnung sei. Ernst ran an die Rute, Rute krumm, cool Fisch.
Doch das war schon etwas anders als ich es gewohnt war. Obwohl ich nicht an der Rute war, hatte ich das Gefühl als wäre eine Dampflock angefahren. Der Fisch zog unaufhaltsam ohne sich nur im geringsten beeindrucken zu lassen Richtung Hindernis von denen es hier genügend gab. Nach nur zwei Minuten war der Spuk vorbei und der Fisch saß unter Wasser in einem versunkenen Baum fest.
Nun kam der Einsatz von Ernst. Raus aus den Klamotten, rein ins Nass und ab zum Fisch. Fährte aufgenommen kurz getaucht, doch leider brachte das nicht den erwünschten Erfolg. Noch mal ein Versuch, wobei Ernst dann zwar die Montage befreien konnte - der Fisch war aber leider schon ab.

Nun kam Markus angelaufen. Ernst stand noch im Wasser und sagte nur ein trockenes, ostfriesisches „Moin!“! Auch Markus berichtete das er diese Nacht einen Fisch kurz vorm Kescher verloren hat, Schade.

Der Weeger

platzDer Frühstückstisch "danach" - wer wäscht freiwillig ab ?

Der Weeger

platzDie Hauptnahrung der Karpfen: Dreikantmuscheln!

Der Weeger

platzErst schlägt Harald zu, 18 Pfund Schuppi...

Der Weeger

platz...dann Ernst, 17 Pfund Spiegler !
Endlich der erste Fisch
Markus besorgte ein Frühstück mit Brötchen, Eiern und Roastbeef, lecker.
Über Tag wurden die Montagen neu beködert und mit dem Futterboot von Markus wieder an die Plätze gebracht. Es gab den ganzen Tag Aktivitäten auf dem Wasser. Fische ohne Ende - welch Wahnsinn.

Gegen Vormittag meldete sich dann Mirco per Handy um uns mitzuteilen, dass er auch fischen war und in der Nacht sechs Fische gefangen hatte. Auf die Frage wo wir am Fischen sind erzählte ich Mirco, dass wir am Weeger in Langenfeld sitzen. „Ich komm vorbei!“ war seine Antwort. Und tatsächlich: Nach einer Stunde war er am See um uns zu besuchen. Das sind wahre Freunde, fahren 100 Kilometer, nur um uns zu sehen!

Zwischenzeitlich bekamen wir Besuch von einem Freund von Markus. Chris berichtete das er in der Nacht zuvor seinen Zielfisch mit 39 Pfund fangen konnte. Ein neuer Motivationsschub.
An diesem Samstag Nachmittag hat Markus drei mal Fischkontakt gehabt, doch konnte leider bis 16 Uhr nicht einen Fisch davon verwerten. Die Fische bissen und gleich ab ins Kraut oder Unterholz. Schade, aber die Fische waren aktiv das wussten wir nun.

Gegen 17 Uhr kam der Verwalter des Sees und wir unterhielten uns eine zeitlang mit ihm, als bei Markus wieder die Hupe ging. Anschlag, und siehe da nach kurzer Zeit lag ein Spiegelkarpfen von ca. 15 Pfund in den Maschen. Geil der erste Fisch!
Nachdem der Spiegler wieder in seinem Element war, sagte Markus: “Jungs heute Nacht fängt noch jeder seinen Fisch!“

Markus' Prophezeiung wurde wahr...
Kurze Zeit später brachte ich Chris zum Ausgang, denn Markus hatte gerade zu tun. Ihr wisst ja: Pforte auf, Auto raus, Pforte zu.
Als ich auf dem Rückweg war hörte ich eine Delkimhupe. Am Klang wusste ich sofort das war meiner - Sprint! Ernst stand schon mit krummer Rute und schrie: „Dein Fisch - komm schnell!“

Rute getauscht, doch auch dieser Fisch saß fest. Kurz überlegt, Rute wieder ablegen - vielleicht schwimmt er sich frei. Bingo, genau richtig, eine Minute später lief er wieder.
Wieder Kontakt, doch nicht lange, wieder fest. Shit! Rute wieder abgelegt und warten. Dieses Mal noch länger, ich glaube es waren ungefähr drei Minuten. Doch nichts tat sich. Als ich die Rute wieder in die Hand nahm um noch mal nachzusehen ob ich was merken würde: Vollgas! Frei!
Nach kurzem Drill lag schließlich auch dieser Fisch in den Maschen: 18 Pfund Schuppi.

So nun musste nur noch Ernst einen fangen und Markus’ Prognose würde aufgehen. Und tatsächlich, nur unwesentlich später schepperte der Carp Sounder von Ernst.
Yeah, Yeah alles wird gut, nur nicht wieder ins Kraut. Und auch dieser Fisch tat uns den Gefallen und lag nach kurzer Zeit auf der Matte. Ein gut genährter Spiegler von 17 Pfund.
Shake Hands und zufriedene Gesichter. Absolut perfekt, jeder fing tatsächlich seinen Fisch.


25 Pfund Schuppi mit 100 PS!
Am Abend wurde dann noch mal ein feudales Mahl hergerichtet. Dazu gab es einige kühle Getränke und jede Menge Carptalk. Gegen 23 Uhr legten wir uns alle sehr zufrieden auf die Liegen.

Soweit ich weiß bin ich auch sehr schnell eingeschlafen. Doch plötzlich gegen 0.30 Uhr: Delkim-Vollgas! Raus aus dem Schlafsack, meine mittlere Rute lief ab und wie. Anschlag. Hängt. Perfekt nur keinen Fehler machen. "So brutal geweckt zu werden, das kostet uns wieder ein Jahr unseres Lebens!“, war Ernst sein Einwand. Wie recht er hat.

Der Weeger

platzHaralds zweiter Weeger-Fisch:
25er Schuppi-Kampfmaschine !

Der Weeger

platzDas "Weeger-Team"
Nun habe ich schon viele Fische gefangen, aber was dieser Fisch da geleistet hat ist unbeschreiblich. Wie ein Sack Zement ließ er sich nicht vom Boden hochpumpen und bis zum Schluß kämpfte der Fisch wie ein ganz Großer.
Adrenalin pur! Nur mit brachialer Gewalt konnte ich ihn von Hindernissen fernhalten. Nach mehr als zehn Minuten hat Ernst den Fisch gekeschert. Perfektes Teamwork, Danke.
Ich war richtig platt und aufgepuscht zugleich. Zum Vorschein kam ein kräftiger Schuppi von 25 Pf und 100 PS, der Wahnsinn. Fisch versorgt., danach schöne Fischaufnahmen von Ernst, wie gewohnt!

Resümee
Am Sonntag morgen dann Aufbruchstimmung und Tackle packen, da wir so gegen späten Nachmittag wieder in Ostfriesland aufschlagen wollten.
Es war noch ein Frühstück bei Markus geplant. Angelika, Markus’ Frau empfing uns mit Ostfriesen Tee und einem leckeren Frühstück. Welch ein schöner Abschluß.
So konnten wir dann gegen 11.30 Uhr mit vollen Bauch die Heimreise antreten.

Ein Nachtrag noch: Wieder werden sich einige, sicher auch unsere Frauen fragen, warum machen die Jungs das?
Die Antwort ist ganz einfach:

Es sind die Vorfreude vor so einem Trip, ein nächtliches Gewitter unterm Schirm, die Eindrücke vom See, ein leckeres Grillen, nette Gespräche, Freundschaften vertiefen, neue Leute kennenlernen und vor allem schöne gefangene Fisch über die „Mann“ sich gemeinsam freut! Das ist es was wir suchen!

Vielen Dank an Markus und Angelika für die nette Betreuung (Hummersteaks)!

Danke an alle Hunterfrauen !!

Gruß Harald (Hase)


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